Lasst uns anfangen!

Okay. Das mache ich für mich. Um für mich, meinen Prozess irgendwo festhalten zu können. Ich hoffe, dass es keine negativen Auswirkungen auf meine Familie und mein Umfeld haben wird. Aber ich glaube, dass es richtig so ist. Es waren harte Monate, wenn nicht Jahre, die hinter mir liegen. Ich will offener sein und mich nicht mehr hinter einer Fassade verstecken, die ich einfach nicht bin. Ich habe in meinem Leben als Kind schreckliches erlebt.

Es hat mich zu dem gemacht, was ich heute bin. Ich liebe es eine Mutter zu sein. Aber es ist mir nicht in die Wiege gelegt worden, es einfach zu sein.

Ich lebe mit starken Flashbacks, Panikattacken und diversen Ängsten. Jeden Tag treffe ich auf zig Trigger, die versuchen mir immer wieder vor Augen zu halten, was ich erlebt habe.

Und nun fragen sich einige bestimmt, warum ich etwas so öffentlich teile, was doch eigentlich sehr privat ist. Wahrscheinlich mache ich es, weil ich selbst in einigen Nächten nach jemanden gesucht habe, dem es vielleicht genauso geht.

Es fühlt sich oft schrecklich an, der Exot unter den „Normalen“ zu sein. Dabei bin ich normaler, als ich manchmal denke. Es ist noch immer eine große Dunkelziffer, noch immer viele Menschen, die ihr Leid im Dunklen ausleben. Es wird lange ein Tabuthema sein, das will ich ändern. Zusammen ist man stärker, lasst uns anfangen.

Bildquelle: Wencke Schröder

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