Niemand möchte hören, was du zu sagen hast!

#mehrvonmirpersönlich fällt mir viel schwerer als gedacht. Als ich damit zunächst angefangen habe, war ich wirklich optimistisch, dass es ein guter Weg für meinen Blog sein könnte. Aber es ist nicht einfach für mich. Überhaupt nicht, um ehrlich zu sein. Der innere Drillinstruktor bekommt wieder seine lautere Stimme und ich bin verunsichert, ob es der richtige Weg sein würde.

„Wen interessiert das?“ „Das ist doch langweilig“ „Niemand möchte hören, was du zu sagen hast.“ Ich selbst mache mich klein. Sehr klein. Ich selbst bin mein größter Feind und stehe mir selbst damit im Weg. Die Nächte, diese etlichen Nächte, die ich in der letzten Zeit nicht schlafen kann, machen das nicht besser. Oft bin ich wach und weine. Oft habe ich Angst. Viel zu oft mache ich mich noch kleiner und strebe einen Perfektionismus an, der weder gesund noch erreichbar ist.

Und dadurch kommen die ganzen anderen Probleme wieder mit. Panik, Angst, Stressgefühle und Selbsthass. All das kommt in großen Paketen mit und ich lade sie mir wunderbar präsent auf die Schultern. Ich hatte das so viel besser geschafft. Doch auf einmal ist all das wieder da. „Du bist eine schlechte Mutter!“ „Sie sind ohne dich besser dran.“ „Du bist dumm, fett und hässlich!“ „Niemand mag dich!“

Irgendwann als Kind habe ich mir angewöhnt, so über mich selbst zu sprechen. Wenn ich mir selbst das schlimmste sage, dann kann das was andere über mich denken nicht ganz so schlimm sein. Natürlich denke ich trotzdem, dass andere so über mich denken. Warum sollte es auch anders sein, wenn ich doch selbst so denke? Warum sollte man mich mögen? Mir würde gerade nicht eine einzige Eigenschaft von mir einfallen, die andere vielleicht an mir schätzen.

Und in den Stunden, wo diese Gedanken so laut sind, frage ich mich auch, warum mein Mann es mit mir aushält. Wenn ich mich doch selbst als so eine schreckliche Person empfinde. Das macht es mir nicht einfach, mich irgendwo anders aufzuhalten als Zuhause. Es macht es mir auch nicht einfach, mich anderen Menschen zu zeigen. Dieses Karussell dreht sich nunmal. Und oft viel zu schnell, so dass ich irgendwie auf der Strecke bleibe. Ich weiß, dass das alles keine Themen sind, auf die man eine Person anspricht. Aber ich hoffe, dass ich vielleicht etwas mehr Verständnis erhalte, wenn es mir nicht so einfach fällt, mit anderen Menschen zu reden. Ich kann das einfach nicht gut und schaffe es, wie so vieles einfach nicht.

Beitragsbild: Wencke Schröder

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