Mit Heisenberg in die Wüste

In den letzten Tagen habe ich viel darüber nachgedacht, was ich ihn meinem Leben nochmal sehen möchte. Ziele im Leben zu haben, machen es einem einfacher, dieses Leben dann auch leben zu wollen. Also denke ich mehr darüber nach, um mich in diesem Loch, in dem ich mich befinde, über Wasser zu halten.

Und ich komme auf einige Ziele, wo ich mal hinreisen würde. Ich glaube an erster Stelle steht da bei mir der skandinavische Raum. Schweden, Norwegen und Finnland. Und da auch nicht unbedingt die größten Touristenorte. Ich möchte das „echte“ Norwegen kennenlernen und nachts einmal die Polarlichter betrachten können. Ich möchte dort durch einen Wald gehen und einen Elch entdecken können.

Und davon will ich unglaublich viele Fotos machen. Im Kopf habe ich schon 1000 Motive, die ich fotografieren möchte. Irgendwann möchte ich auch mal mit dem Fahrrad durch Irland und England reisen. Auf die Klippen rauf, an den Strand dort und in kleinen Cafés die englische „Teatime“ genießen. Ich möchte vor dem Piccadilly Circus stehen und ihn betrachten, während die riesige Werbungen an mir vorbeiziehen. Und ich würde gerne mit einem Doppeldecker Bus zum London Eye fahren und meine Höhenangst überwinden.

Irgendwann wäre ich nochmal gerne in Paris. Ich war schon als Teenager einmal für einen Tag dort und etwas magischeres habe ich noch nie erlebt. Es fühlte sich wie eine andere Welt an. Ich habe es geliebt. Natürlich hat der Terror dort seine Spuren hinterlassen. Aber die Magie der Kunst, der Sehenswürdigkeiten und der Geschichte kann der Terror nichts nehmen. Damals habe ich mich nicht getraut auf den Eiffelturm zu steigen. Aber dieses Mal würde ich es machen. Das gehört dazu.

Ich würde auch total gerne nochmal auf dem Vorhof der Notre-Dame Kathedrale sitzen und die Sonne genießen. Damals gab es für mich nichts friedlicheres. Und wenn wir schon bei den „üblichen“ Reisezielen sind, würde ich unglaublich gerne nochmal irgendwann einen Roadtrip durch Amerika machen. In der Wüste, wo Breaking Bad gedreht wurde, dem Heisenberg auf die Spuren kommen und an einem Lagerfeuer den Tag beenden. Nur ohne Crystal Meth, ist ja klar 😉

Und zum Schluss würde ich noch gerne Yale besuchen und schauen, ob dieser Ort wirklich so aussieht, wie in der Serie von den Gilmore Girls. Ich glaube, wenn ich diese Ziele mal bereist habe, habe ich auf jeden Fall meine Angst vor dem Reisen besiegt und habe einen Kopf voller Erinnerungen. Oder zumindest eine SD Karte voll davon. Welche Ziele habt ihr im Leben? Wo würdet ihr gerne mal hin? Ich würde mich über Kommentare sehr freuen.

Im Herzen bin ich ein Künstler

Ich liebe Kunst und das in jeder Form. Sowohl Musik und Fotografie, als auch Design, Architektur und Malerei. In den ganzen Sachen kann ich meine Gedanken verlieren und ich habe das Gefühl, dass ich da auch meine ganz eigene Sicht drauf habe.

Für mich vermitteln diese Dinge so oft eine ganz eigene Art von Frieden. Man kann in allem etwas friedliches finden. Akira Kosemura, der mit seinem Pianoklang mir beim einschlafen hilft oder die bunten Blätter, die ich so gerne fotografiere. Ich wünschte oft, dass ich ihm Alltag da mehr draus machen könnte und dem mehr folgen dürfte. Ich weiß auch, dass ich irgendwann die Zeit dafür habe und ich möchte es jetzt zum Beispiel erstmal mit dem Fotografieren wieder versuchen.

Zu viele Dinge sind auf dieser Welt, die man festhalten kann und sollte. Und irgendwie glaube ich, dass ich vielleicht glücklicher werde, wenn ich mehr meinem Herzen und dem, was ich liebe folge. Wenn ich mehr mache, was mich selbst ausmacht. Ich glaube auch, dass ich jetzt mehr Selbstvertrauen habe, um auch in der Öffentlichkeit zu fotografieren. Ohne, dass ich mich schäme. Und ich hoffe, dass ich damit anderen mehr meinen Blick auf diese Welt zeigen kann.

Das ist mein Ziel für die Zukunft. Mehr das sein, was ich bin. Ein Künstler und Liebhaber von allem, was schön ist. Mit meinem eigenen Blickwinkel. Ich glaube, das dass mein Schlüssel zum eigenen Glück sein könnte. Etwas umsetzen, was ich schon jetzt kann.

Shut up!

Die letzten Nächte waren nicht sehr einfach gewesen. Immer wieder Nachts schleichen sich diese Gedanken ein. Leise klopfen sie an und nehmen sich einfach den Raum. Ungefragt. Nicht eingeladen. Und trotzdem da. Wie wird man sie los? Diese Angst, die immer da ist.

Seit Jahren bin ich nun nicht mehr in der „aktiven“ Angst. Den Grund dafür gibt es nicht mehr. Und dennoch ist sie da. Die Angst davor, angefasst zu werden. Die Angst davor, wieder verlassen zu werden. Die Angst davor, dass ich alles verlieren könnte.

Oft denke ich, ich hätte es unter Kontrolle. Und dann kommt ein Passat vorbei, etwas Blut oder im Supermarkt jemand, der mir zu nah an der Kasse steht. Und dann merke ich, wie mein inneres sich zusammenzieht.

Alles beginnt sich zu drehen und ich bin auf höchster Alarmstufe eingestellt. Meine Nerven drehen durch und ich fange an zu schwitzen, obwohl mir gleichzeitig kalt ist.

Wie wird man es los? Man sagt, dass je öfter man sich diesen Situationen stellt, es einfacher wird. Gelogen. Einfacher wird es nie. Zumindest bei mir nicht. Ich brauche keine Angst haben. Warum habe ich sie dann immer noch? Vor allem nachts merke ich es wieder mehr.

Ich nehme ein Medikament, womit ich besser schlafen soll. Ich schlafe damit ein, dass ist schon mal gut. Aber nur wenige Stunden danach wache ich auf und bin schweißgebadet. Die Horrorbilder noch immer vor Augen. Immer wieder mit dieser Todesangst, die sich viel zu echt anfühlt.

Am nächsten Morgen wache ich gerädert auf und hoffe, wie jeden Tag, dass es weg geht. Mit dem Moment, wo ich mein Make Up auftrage, sitzt auch meine Maske wieder. Ich versuche die Angst weg zu lächeln. Versuche die Panik im inneren festzuhalten. So, dass sie keiner sieht und keiner merkt, wie es in mir wirklich aussieht. Es ist bestimmt nicht der richtige Weg. Aber ab dem Moment, wo ich es rauslasse und jemanden merken lasse, wie es mir geht, habe ich Angst, dass dieses Gerüst, was ich mir erbaut habe, einstürzen wird.

Ich bin in diese Art von Leben hineingeboren worden. Ich habe es mir nicht aussuchen können und wurde einfach ausgesucht. Ich glaube das ist etwas, was viele nie verstehen werden. So eine Kindheit begleitet einen bis ans Lebensende.

Beitragsbild: Wencke Schröder

Meine Reise, die eine andere ist.